Europapfadfinder

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Als Europapfadfinder werden zahlreiche Pfadfinderverbände bezeichnet, die zur Union Internationale des Guides et Scouts d’Europe oder zur Confédération Européenne de Scoutisme gehören oder ihre Wurzeln in diesen Bewegungen haben.

Der erste Europapfadfinderverband waren die 1952 gegründeten und heute noch in Österreich bestehenden "Europa-Scouts".

Außerdem tragen in Deutschland mehrere von der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg abgespaltene Verbände die Bezeichnung Europa in ihrem Namen.

Häufig wird der Begriff für den mitgliederstärksten Verband, die Katholische Pfadfinderschaft Europas, oder für ihre Schwesterverbände verwendet.

Besondere Anliegen sind den Europapfadfindern der Einsatz für ein friedliches und vereintes Europa und für den christlichen Glauben.

Europapfadfinder im deutschsprachigen Raum

Deutschland

Mitgliedsverbände der U.I.G.S.E.-F.S.E.:

Mitgliedsverbände der Confédération Européenne de Scoutisme :

Mitgliedsverbände der World Federation of Independent Scouts (WFIS):

  • Bund Europäischer St. Georgs-Pfadfinderinnen und -Pfadfinder [1]
  • Europäischer Pfadfinderbund Georgsritter [2]

unabhängige Verbände:

  • Europäische Pfadfinderschaft St. Georg [3]
  • Europäischer Pfadfinderbund St. Georg
  • Europapfadfinder St. Michael
  • Europa Scouts

Folgende Europapfadfinderbünde in Deutschland sind DPV Mitglieder:

  • Bund Europäischer Pfadfinder

Österreich

Mitgliedsverbände der U.I.G.S.E.-F.S.E.:

unabhängige Verbände:

  • Europa Scouts (ES) [5]
  • Pfadfinderinnen und Pfadfinder Europas – Österreich (PPE) [6]
  • Scouts of Europa – Europäische Pfadfinderbewegung (SE)

Schweiz:

Mitgliedsverbände der U.I.G.S.E.-F.S.E.:

  • Schweizerische Pfadfinderschaft Europas / Scoutisme Européen Suisse [7]

Geschichte (international)

1949-1952-Vorgeschichte

Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten traten Feldmeister Walter Perko-Greiffenbühl (Wien Gruppe 83) mit seiner Gruppe aus dem Verband "Pfadfinder Österreichs" aus, einige weitere Pfadfinderführer taten es ihm gleich. Gemeinsam gründeten sie den Verband "Neutraler Pfadfinderverband". Dieser Verband hatte Gruppen in Wien und Niederösterreich.

1952-1964-Anfänge

Bei einem Treffen deutscher, französischer, italienischer und österreichischer Pfadfinderführer in Gmunden/Oberösterreich wurde die Idee zur Gründung der "Europa Scouts", eines europäischen Pfadfinderverbandes geboren. 1953 wandelte sich der "Neutrale Pfadfinderverband" in "Europa Scouts"(ES) um und im gleichen Jahr gab es das erste gemeinsame Großlager der ES-Gruppen aus verschiedenen Ländern. Im Jahr 1954 gibt es bereits in 5 Staaten Gruppen und nach 1956 gab es als Folge der Ungarnhilfe auch ungarische Exilpfadfinder bei den ES.

1956-1976-Spaltung und Zusammenarbeit

1956 wurde von deutschen und französischen Pfadfinderführer die „Fédération du Scoutisme Européen“ (FSE) gegründet. Einige dieser Feldmeister gehörten den Europa-Scouts an. Im Lauf des nächsten Jahrzehnts kam es zur Festigung der FSE und alle nationalen Verbände bis auf Österreich und Deutschland wechselten zur FSE.

1970 wurden die Europa-Scouts Mitglied der Internationalen Ordensunion (IOU)[8].

1975 gab es eine große Wallfahrt der FSE anlässlich des heiligen Jahres nach Rom.

Seit 1976 bilden die "Europa-Scouts" und die „Fédération du Scoutisme Européen“ die „Interföderation Europäischer Pfadfinder zur Erneuerung des Christlichen Abendlandes (IEPECA)“.

1976-heute Spaltungen und Neuanfang im ehemaligen Ostblock

Nach der inhaltlichen Neuausrichtung der „Fédération du Scoutisme Européen“(FSE) (v.a. im religiösen Bereich) und der Namensänderung "Union Internationale des Guides et Scouts d'Europe - Fédération du Scoutisme Européen"( U.I.G.S.E.-F.S.E.), traten mehrere nationale Verbände aus und gründeten 1978 die "Confédération Européenne de Scoutisme" (CES).

So gab es jetzt drei Pfadfinderverbände in Europa, die sich als Europapfadfinder sahen:

  • "Europa-Scouts" (seit 1952)
  • "Union Internationale des Guides et Scouts d'Europe - Fédération du Scoutisme Européen"(seit 1956)
  • "Confédération Européenne de Scoutisme" (seit 1978)

1977 lud Österreich zu einem Jubiläumslager zum 25.Jubiläum der "Europa Scouts" nach Eggenburg/Niederösterreich ein.

1980 erhielt die "Union Internationale des Guides et Scouts d'Europe - Fédération du Scoutisme Européen" Beraterstatus beim Europarat und hatte zu diesem Zeitpunkt Mitgliedsverbände in Deutschland, Frankreich, Kanada, Italien, Luxemburg, in Spanien, Portugal und der Schweiz.

1982 war das Lager zum 30.Jubiläum der "Europa-Scouts" wieder in Eggenburg. Es nahmen nur mehr Europapfadfinder aus Italien, Deutschland und Österreich teil. 1987 beim Lager zum 35.Jubiläum nahmen nur mehr Österreich und Deutschland teil.

1990 trennte sich der Deutschland als letzter Nationalverband von den "Europa-Scouts".

In den folgenden Jahren entstanden Pfadfinderverbände, die heute der "Union Internationale des Guides et Scouts d'Europe - Fédération du Scoutisme Européen" angehören im ehemaligen Ostblock.

1992 beim Lager zu „40 Jahre Europa-Scouts“ nahmen Pfadfinder aus Österreich und je 1 Kind aus Deutschland und Ungarn teil.

1994 EUROJAM der "Union Internationale des Guides et Scouts d'Europe - Fédération du Scoutisme Européen" ( U.I.G.S.E.-F.S.E.), Viterbo.Die 7.500 Teilnehmer aus ganz Europa und Kanada erhielten eine Audienz im Petersdom mit Papst Johannes Paul dem II.

2000 Die Europa-Scouts(ES) in Österreich verloren, die seit 1981 durch die Katholische Pfadfinderschaft Europas(KPE) auch in Österreich nicht mehr Alleinvertreter der Europapfadfinder war, eine Gruppe an ebendiese. Nach Konflikten mit dem Bundesfeldmeister der "Europa-Scouts" trat die Gruppe Gruppe 13/Wien der ES als "Pfadfinderinnen und Pfadfinder Europas PPE - Österreich" der FSE-Österreich bei, wie sich die KPE in Österreich damals nannte.

2001 luden "Pfadfinderinnen und Pfadfinder Europas (PPE)- Österreich" zu einem Lager zum 20 jährigen Bestehen der FSE in Österreich. Es nahmen teil Gruppen aus U.I.G.S.E.-F.S.E angeschlossenen Verbänden aus Deutschland und Italien, Europa-Scouts aus Deutschland und die PPE selbst.

2002/03 (?) die PPE bilden ab nun einen eigenen selbständigen Pfadfinderverband

2003 nahmen 9.500 Pfadfinder und Pfadfinderinnen am Eurojam der U.I.G.S.E.-F.S.E., in Zelazko/Polen teil. Papst Johannes Paul II. sandte den Teilnehmern eine Botschaft.

2005 fand das EUROJAM der U.I.G.S.E.-F.S.E. in Polen statt.

2007 spalteten sich von den österreichischen "Europa-Scouts", die Scouts of Europa – Europäische Pfadfinderbewegung ab. Im Tatragebirge fand 2007 das Euromoot (U.I.G.S.E.-F.S.E.) vom 4.-11. August statt.

Weblinks