Fahrtenmesser

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Für den Pfadfinder ist ein Messer weder einer Waffe oder gar ein Spielzeug, sondern nichts anderes als ein Werkzeug.

Es wird zum Trennen von Schnüren (seltener von Seilen oder Tampen, da diese zu wertvoll sind) benutzt, zum Schneiden und Schmieren von Brot, zum Anspitzen von Bleistiften oder Ästen, zum Entrinden oder Ähnlichem.

Somit erscheint es nicht sinnvoll, bei der Anschaffung eines Messers auf extreme Größe oder ansprechende Optik zu achten, sondern vielmehr auf die Qualität der Verarbeitung und die Handhabbarkeit.

Unterschiede, Vor- und Nachteile

Vorzugsweise greift man zu breiten Klingen mit schmalem Rücken. Dadurch erreicht man einen geraden und genauen Schnitt bei der Verwendung am Brot.

Aufbau eines Messers

Ein einfaches Messer besteht aus einer Klinge, einem Griff und dem dazwischen liegenden Handschutz.

Die Klinge besitzt eine Schneide, eine Spitze, auch Ort genannt, und die gegenüberliegende Seite der Schneide, die Fehlschärfe. Sie wird mit dem Erl am Griff befestigt. Die Verdickung am Griffende wird als Knauf bezeichnet, wobei auch die Begriffe Beschlag, Griffniet, Klingenspiegel, Pommel oder Stifte verwendet werden.

Bei der Bauart ohne Knauf ist der Erl die Verlängerung der Klinge als Flacheisen, der Griff besteht dann aus 2 Griffschalen, die (meist) aufgenietet werden.

Das Ricasso ist der Teil zwischen Griff (bzw. Parierstange) und der Schneide, der nicht geschliffen ist.

Bei Klappmessern wird die Klinge zwischen zwei Wangen eingelegt, sie kann mittels Daumendreh oder Fingerzug aktiviert werden. Auch kann auf dem Messerrücken eine Sperre zur Messerverriegelung gelöst werden. Da der Schwachpunkt in der Drehachse der Klinge liegt, sind Klingenlängen bis 10 cm üblich (in letzter Zeit kommen aber auch verstärkt sehr große Klappmesser auf den Markt).

Wegen ihrer Kompaktheit gehören Klappmesser zu den meist verkauften. Berühmt sind Al Marfolding S.E.R.E, SOG Tomcat, Gerber-Messer, Klappmesser der amerikanischen Firma CRKT (Columbia River Knife Tool), Böker-Messer aus Deutschland und natürlich das französische Opinel.

(Dieser Teil ist zum größten Teil aus Messer (Wikipedia-Artikel) kopiert.)


verschiedene Modelle

Alle folgenden Modelle sind bewährte Fahrtenmesser, die auch für Einsteiger aufgrund ihrer unproblematischn Handhabung und dem relativ einfachen Nachschleifen geeignet sind.

Pfadfindermesser

Zu den beliebtesten Modellen gehört sicherlich das altbekannte "Pfadfindermesser".

Es besitzt eine Metallscheide und eine stabile Parierstange, die ein Abrutschen der Hand in die Klinge verhindert. Leider hat es Griffschalen aus Kunststoff mit unangenehmer Prägung.

Der Preis bewegt sich zwischen 20 und 35 Euro.

Takelmesser

Ein weiteres beliebtes Messer ist das so genannte Takelmesser, das auch als Bootsmesser bezeichnet wird. Dieses hat Griffschalen aus Hartholz und eine Bohrung im Griff. Durch diese Bohrung kann man eine Lederschlaufe einbringen und über das Handgelenk ziehen. Dies ersetzt die fehlende Parierstange. Geliefert wird es in einer Köcherscheide aus Leder.

Auch der Preis für dieses Messer liegt im Bereich von 10 bis 35 Euro

Opinel Messer

Auch bei Pfadfindern beliebt ist das relativ einfach gehaltene Messer des französischen Herstellers Opinel. Das aus einer einklappbaren und feststellfähigen Klinge mit Buchen-, Oliven-, manchmal auch Bubingaholzgriff bestehende Messer ist in verschiedensten Größen, Klingenmaterialien (rostfrei/nicht rostfrei) und Klingenformen (spitz/abgerundet) verfügbar und deckt eine Preisspanne von 9 bis 20 Euro ab.

Das Messer bietet zwar nicht viele Funktionen, ist aber in seiner eigentlichen Funktion als Messer ideal.

Schleifen

siehe Messer schleifen

Waffenrecht – Was ist mit dem Fahrtenmesser?

Quelle: der Newsletter des VCP vom 11.11.2005, auch zu finden in der Liste unter http://www.vcp.de/index.php?id=114&r=1

Zitat:

Die zum 1. April 2003 eingeführten Änderungen im Waffengesetz betrafen unter anderem so genannte „jugendtypische Waffen“. Damit sind Waffen und Gegenstände gemeint, die auf Jugendliche einen besonderen Reiz ausüben und die vor der Änderung im Gesetz frei erworben und getragen werden konnten. Ein Teil dieser Waffen ist nun verboten bzw. genehmigungspflichtig.

In den vergangenen Monaten kam es immer wieder zu Verunsicherungen bei Gruppenleiterinnen und –leitern in Bezug auf die für uns Pfadfinderinnen und Pfadfinder typischen Fahrtenmesser. Sind diese möglicherweise von der Änderung betroffen und nun genehmigungspflichtig bzw. sogar verboten? Hier können wir Entwarnung geben, Fahrtenmesser gehören zu den „Gebrauchsmessern“ mit einseitig geschliffener feststehender Klinge.

Verboten sind allerdings so genannte Faustmesser, Springmesser (Klinge länger als 8,5 cm, beidseitig geschliffen, in der Mitte schmaler als 20% ihrer Länge oder kein durchgehender Rücken, der sich zur Schneide hin verjüngt), Spring- und Fallmesser sowie Butterflymesser.

Da Messer auf unsere Mitglieder immer wieder einen besonderen Reiz ausüben ist es durchaus zu empfehlen immer wieder mal einen Blick auf die Ausrüstungsgegenstände zu werfen. Vielleicht könnte man das Thema auch mal in der Gruppenstunde aufgreifen …

Ein umfangreiches Arbeitsheft zum Thema „Waffenrecht“ ist beim DREI-W-Verlag erschienen.

DREI-W-Verlag
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www.drei-w-verlag.de

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