Haddak: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Scout-o-wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Zeile 13: Zeile 13:
 
* [http://www.deutsche-jungenschaft.de/echolot4_beispiel3.pdf Formen des Schenkens, von deutsche jungenschaft]
 
* [http://www.deutsche-jungenschaft.de/echolot4_beispiel3.pdf Formen des Schenkens, von deutsche jungenschaft]
 
* [http://www.rjb.de/cms/mitteilungen/content_management/files/pdf/1117454721_RjB-Mitteilungen-112.pdf Entdeckung, RjB Mitteilung S. 8f]
 
* [http://www.rjb.de/cms/mitteilungen/content_management/files/pdf/1117454721_RjB-Mitteilungen-112.pdf Entdeckung, RjB Mitteilung S. 8f]
 +
 +
[[Kategorie:Geschichte]]

Version vom 6. Oktober 2008, 13:12 Uhr

Der Haddak, Khata, auch Khatag, Khatak, Khadag oder chinesisch Hada (哈达) ist ein traditioneller Begrüßungsschal, der in Tibet meist aus weißer Seide - als Symbol für das reine Herz des Überreichenden - und in der Mongolei in hellem Blau - das den Himmel symbolisiert - angefertigt wird. Er steht für Glück, Wohlwollen und Mitgefühl.

Durch den Mongoleiforscher und Kinderbuchautor Fritz Mühlenweg ist der Haddak unter dieser Bezeichnung in der bündischen Jugend bekannt geworden. Fritz Mühlenweg beriet und unterstützte den Gau Grauer Reiter im BDP 1954 bei den Vorbereitungen und der Durchführung ihres Steppenlager am Hohenkrähen mit über 2000 Teilnehmern. Die Steppenromantik der Mongolei hat bei den Grauen Reitern nachhaltigen Eindruck hinterlassen und deshalb haben sich viele Braäuche des Steppenlagers bis heute in dem Bund erhalten.

Die Haddaks der Grauen Reiter sind einfache weisse oder farbige Stoffstreifen, die bei keinem Geschenk fehlen dürfen. Jeder Graue Reiter hat mindestens einen bei sich zu tragen, um sich für Gastfreundschaft oder beim Beschenktwerden revanchieren zu können und nicht beschämt zu werden. Zum ersten mal wurden Haddaks auf dem Steppenlager 1955 verschenkt - mit einer kleinen Neuerung: der Haddakstifter setzt an der unteren Stelle des Stoffstreifens sein Totem drauf und schenkt ihn bei Gelegenheit weiter. Der Beschenkte setzt sein Zeichen über dem Totem des Stifters usw. Das erste Totemzeichen wird unten gesetzt, damit man sich selbst nicht überhöht und dem Beschenkten nicht zumuten muss, sein Totem darunter zu setzen. Wer einen vollen Haddak hat kann ihn behalten und muss einen neuen stiften. Solche Haddaks können z.B. an Bambusstäbe gehängt als Jurtenschmuck verwendet werden. Es dauert aber oft Jahre bis ein Haddak voll ist und es ist immer wieder interessant zu sehen, wohin es einen Haddak verschlagen hat, den man selbst einmal besessen oder gestiftet hat.

Mit dem 1. Überbündischen Treffen 1956 auf dem Hohenkrähen wurde diese Tradition wie auch Werklager und Spielideen auch von anderen Bünden aufgenommen. Zum 2. Überbündischen Treffen, zu dem Nerother Wandervogel und Graue Reiter gemeinsam aufgerufen haben wurden alle teilnehmend Bundesführer bereits mit Haddaks beschenkt. Seitdem wird der Brauch einen Haddak zu überreichen bis heute gepflegt.

Haddak ist auch der Name der Bundeszeitschrift des Pfadfinderbund Mosaik.

Weblinks