Hadschitippel

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Hadschitippel Urkunde 1971

Der wohl bekannteste Tippel ist der Hadschitippel des Nerother Wandervogel.

Herkunft des Namens

Der Begriff Hadschitippel ist eine Anspielung auf die islamische Pilgerfahrt, die Hadsch, bei der der Pilger vom Hauptwirkungsort des Propheten Mohammed (Mekka) zum Ursprung der Bewegung (Medina) wandert. Ebenso sahen sich die Nerother als sie ihre erste Hadsch - von ihrem Hauptwirkungsort (Burg Waldeck) zum Ursprung des Bundes, der Mühlsteinhöhle auf dem Nerother Kopf (dem Gründungsort des NWV) - durchführten, als Pilgerfahrer. Dementsprechend darf sich jeder Hadschifahrer, der den Hadschitippel komplett mitgemacht hat, wie der islamische Pilger, nachher Hadschi nennen.

Ein weiteres Wortspiel liegt darin, daß diese "Fahrt" traditionell im Zeitraum vom 27. Dezember bis zum 01. Januar liegt und somit durchaus auch zu dem ein oder anderen lauten "Hatschi" führen kann...

In diesen Wortspielen zeigt sich die Selbstironie der Nerother, mit der sie sich früher über alles - vor allem sich selbst - lustig gemacht haben.

Hadschitippel heute

Nachdem es sich herumgesprochen hatte, daß sich der Nerother Wandervogel jedes Jahr zur Silvesternacht in der Mühlsteinhöhle trifft und dort feiert und singt, wurde dieses Ereignis in dem kleinen Eifelort Neroth zur Touristenattraktion. Schon Wochen vorher waren die Hotels ausgebucht und man erwartete den feierlichen Fackelzug der Nerother durch den Ort. Zusätzlich verschwanden immer mehr der Scheunen, welche den Nerothern als Unterschlupf dienten und die Mühlsteinhöhle wurde (wegen Einsturzgefahr) abgesperrt. Der jetzige Bundesführer der Nerother, Fritz-Martin Schulz ( genannt "FM"), zog daraus die Konsequenz, den Hadschitippel nicht mehr auf der traditionellen Strecke stattfinden zu lassen. Statt dessen werden andere Fahrtengebiete innerhalb Deutschlands auswählt, wo man die Einsamkeit sucht.

Wegen der starken touristischen Ausnutzung des Nerother Kopfes wird dieser inzwischen angeblich von den Nerothern gemieden. Es sollen aber, allen Behauptungen zum Trotz, immer wieder Bündische, Wandervögel und sogar Nerother dort angetroffen werden.

Literatur