Lagertor

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Lagertor mit Seilverzierungen bei einem Lager der Moselfranken in Bernkastel Kues 2007
Haupttor bei einem Lager der Moselfranken in Bernkastel Kues 2007.jpg
Ein Lagertor gehört zu jedem größeren Lager, da es dem Lager einen geschlossenen Charakter gibt. Als Eingangsbauwerk ist die Visitenkarte des Lagers. Im Idealfall sind die Zelte so angeordnet, dass sie eine symbolische Abgrenzung nach außen bilden. Damit betritt man mit dem Durchschreiten des Tores die Welt des Lagers.

Aufbau eines Lagertores

Ein Lagertor hat allgemein mehrere Komponenten: mindestens eine Stütze und eine horizontale Strebe oder zwei sich zugeneigte Stützen (Zweibein). Am einleuchtensten sind zwei seitliche Stützen, die mit einer Strebe verbunden sind. Die Strebe ist dann so angeordnet, dass man sie zum Betreten des Lager unterschreitet.

Aufbau der Stützen

Es gibt zwei Formen der Stützen:

Vertikale Stützen, die per Erdbohrer, Katze und Holzpflöcken im Boden versenkt werden. Nach oben hin ist der Anzahl der Stangen keine Grenze gesetzt, aber über vier Stangen sind zusätzliche Stangen nur noch kosmetischer Natur. Vertikale Konstruktionen bedürfen unbedingt diagonaler Verstrebungen oder Verspannungen, da sonst keine Stabilität gewährleistet ist (Herstellung von stabilen Dreiecken).

Dreiböcke (Dreibeine), die die stabilste Form von nicht im Boden verankerten Bauten darstellen. Der Nachteil von Dreiböcken ist, dass sie schwieriger zu besteigen sind und unter Umständen zu viel Stellplatz beanspruchen.

Aufbau der Verbindung

Die Verbindung besteht aus mindestens einer Stange, die zum Beispiel zwei Stützen miteinander verbindet. Hat man die Möglichkeit, zwei Stangen dazu zu verwenden, kann man aus der Verbindung auch eine begehbare Verbindung machen, die sich auch für die Nachtwache als Ausguck eignet.

Verzierungen

Das Lagertor kann auf verschiedene Weisen verziert werden - mit Zeltplanen abgedeckt, mit Seilverzierungen abgerundet oder ähnliches. Dazu kann auch eine Tür in das Tor eingebaut werden.