Otto Arlow

Aus Scout-o-wiki
Version vom 1. April 2011, 14:01 Uhr von Phips (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Otto Arlow (* 17. Juni 1919. † 2001) war ein österreichischer Pfadfinderführer. Vor dem Anschluss 1938 war Otto Arlow Mitglied im katholischen Österreichischen Pfadfinderkorps St.Georg. Nach 1938 führte er eine unter dem Deckmantel Touristenklub im Alpenverein aktive Pfadfindergruppe. Er wurde am 20.5.1940 beim Feldgericht der Division Nr.177 angezeigt und wurde verurteilt wegen Bildung von verbotenen Parteien-Bildung einer christlichen Jugendorganisation). Die Aktivitäten (Lager, Fahrten, sonstige Treffen) wurden von der Gestapo als für die HJ "äußerst gefährlich" bezeichnet. Er verbrachte 1 1/2 Jahre in Haft und mußte anschließend in einem Strafbattalion der Wehrmacht Dienst tun.

Nachdem Zweiten Weltkrieg war Otto Arlow vorerst bei den Pfadfinder Österreichs in der Gruppe 70-Heinrich Jasomirgott (Wien) aktiv. 1946 gründete er den Ausspracheklub St.Georg, aus dem das Autonome Pfadfinderkorps St.Georg (A.K. St.Georg) hervorging. Er stand auch lange Jahre an der Spitze des A.K. St.Georg. Er veröffentlichte die Monatsschrift "Das Zelt an der Donau". Das folgenden Untertitel hatte: "erste unparteiliche bündisch-pfadfinderische Blatt für österreichische Jugend und Kultur. Hervorgegangen war diese Monatsschrift aus dem "Rundbrief der Pfadfindergruppe 70 "Heinrich Jasomirgott"". Das Zelt an der Donau erschien von Mitte der 40er bis in die Mitte der 50er Jahre. Mitte der 50er Jahre löste sich das A.K. St.Georg auf und das Zelt an der Donau wurde eingestellt. Otto Arlow und die Pfadfindergruppe 70 gaben mehrere Pfadfinderpostkarten heraus.

Otto Arlow war ein begeisterter Fotograf. Ansichtskarten mit seinen Fotografien aus Südtirol mit Dolomiten und Gardasee, Mailand und anderen italienische Städte, Österreich und von k.u.k.Persönlichkeiten können beim Verlag Zelt an der Donau bestellt werden.[1]

Literatur:

  • Kurt Pribich:Logbuch der Pfadfinderverbände in Österreich, Wien 2004, S.144/151/152
  • Wolfgang Neugebauer: Der österreichische Widerstand 1938-1945, Wien 2008, S.140
  • Wolfgang Neugebauer: Widerstand von Jugendlichen gegen das NS-Regime in Bundesjugendvertretung (Hrsg.): Geraubte Kindheit-Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus, Wien 2010,S.161-162
  • Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW): Widerstand und Verfolgung in Wien, 1934-1945: eine Dokumentation, Band 3, Wien 1975, S.18,92-93