Pfadfindergesetz: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 3. Dezember 2007, 18:15 Uhr

Pfadfindergesetz und Versprechen sind grundlegende Methoden pfadfinderischer Pädagogik. Vom Weltpfadfinderverband WOSM werden sie zur Anerkennung der Mitgliedschaft als Voraussetzung verlangt. Das Pfadfindergesetz orientiert sich in der Regel an der englischsprachigen Vorgabe von Lord Robert Baden Powell. Durch verschiedene Übersetzungen und der unterschiedlichen Geschichte der Pfadfinderbünde in Deutschland, liegen viele Variationen des Gesetzes vor. Prinzipiell lauteten die unterschiedlichen Gesetze aber ähnlich wie das hier ausgeführt:

  1. Auf die Ehre eines Pfadfinders ist Verlass.
  2. Der Pfadfinder ist treu.
  3. Der Pfadfinder ist hilfsbereit.
  4. Der Pfadfinder ist Freund aller Menschen und Bruder aller Pfadfinder.
  5. Pfadfinder ist höflich und ritterlich.
  6. Der Pfadfinder schützt Pflanzen und Tiere.
  7. Der Pfadfinder ist gehorsam.
  8. Der Pfadfinder lacht und pfeift in allen Lebenslagen.
  9. Der Pfadfinder ist fleißig und sparsam.
  10. Der Pfadfinder ist rein in Gedanken, Wort und Tat.

Ursprungsfassung von Baden Powell

Das ursprüngliche Pfadfindergesetz besteht aus zehn Punkten deren Ausformulierung auf Lord Robert Baden-Powell selbst zurückgeht. In seinem Buch "Young Knights of the Empire" (1916) formuliert und umschreibt er dieses Gesetz folgendermaßen:

1. A Scout's honour is to be trusted. "If a Scout says 'On my honour it is so,' that means it is so, just as if he had taken a most solemn oath. Similarly if a Scout officer says to a Scout, 'I trust you on your honour to do this,' the Scout is bound to carry out the order to the very best of his ability, and to let nothing interfere with his doing so. If a Scout were to break his honour by telling a lie, or by not carrying out an order exactly when trusted on his honour to do so, he may be directed to hand over his Scout badge and never wear it again. He may also be directed to cease to be a Scout."

2. A Scout is loyal "to the King, and to his officers, and to his parents, his Country, his employers, and to those under his orders. He must stick to them through thick and thin against anyone who is their enemy or who even talks badly of them."

3. A Scout's duty is to be useful and to help others. "And he is to do his duty before anything else, even though he gives up his own pleasure or comfort or safety to do it. When in difficulty to know which of two things to do, he must ask himself, 'Which is my duty?' that is, 'Which is best for other people?' - and do that one. He must Be Prepared at any time to save life or to help injured persons. And must try his best to do a good turn to somebody every day."

4. A Scout is a Friend to all "and a Brother to every other Scout, no matter to what social class the other belongs. If a Scout meets another Scout, even though a stranger to him, he must speak to him and help him in any way that he can, either to carry out the duty he is then doing, or by giving him food, or, so far as possible, anything that he may be in want of. A Scout must never be a snob. A snob is one who looks down upon another because he's poorer, or who is poor and resents another because he is rich. A Scout accepts the other man as he finds him and makes the best of him - 'Kim,' the boy scout, was called by the Indians 'Little friend of all the world,' and that is the name which every Scout should earn for himself."

5. A Scout is courteous. "A Scout should be polite to all - but especially to women and children, old people and invalids, cripples, etc. And he must not take any reward for being helpful or courteous."

6. A Scout is a Friend to animals. "He should save them, so far as possible, from pain, and should not kill any animal unnecessarily, even if it is only a fly, for it is one of God's creatures. Killing an animal for food, or an animal which is harmful, is allowable."

7. A Scout obeys orders "of his parents, Patrol-leader, or Scoutmaster without question. Even if he gets an order which he does not like, a Scout must do as soldiers and sailors do, or as he would do if he got it from his captain in a football match - he must carry it out all the same, because it is his duty; after he has done it he can come and state any reasons against it: but he must carry out the order at once. That is discipline."

8. A Scout smiles and whistles under all difficulties. "When he gets an order, he should obey it cheerily and readily, not in a slow, hang-dog sort of way."

9. A Scout is thrifty. "It is expected that a Scout will save every penny he can, and put it in the bank, so that he may have money to keep himself when out of work, and thus not make himself a burden to others; or that he may have money to give away to others when they need it."

10. A Scout is clean in thought, word and deed. "Decent Scouts look down upon silly youths who talk dirt, and they do not let themselves give way to temptation, either to talk it or to do anything dirty. A Scout is pure, and clean-minded, and manly."

Pfadfindergesetz der CPD

Die CPD hat ihr Pfadfindergesetz wie folgt ausformuliert:

  • Der Christliche Pfadfinder richtet sein Leben aus nach seinem Herrn Jesus Christus.
  1. Der Pfadfinder ist treu und achtet den anderen.
  2. Der Pfadfinder spricht die Wahrheit.
  3. Der Pfadfinder hilft, wo er kann.
  4. Der Pfadfinder ist ein guter Kamerad.
  5. Der Pfadfinder ist ritterlich und höflich.
  6. Der Pfadfinder schützt die Natur.
  7. Der Pfadfinder ordnet sich ein.
  8. Der Pfadfinder ist tapfer, fröhlich und unverzagt.
  9. Der Pfadfinder ist genügsam.
  10. Der Pfadfinder geht mit sich und mit dem, was ihm anvertraut ist, verantwortlich um.

Die Regeln im BdP

Im BdP werden die Pfadfindergesetze Regeln genannt und sind folgendermaßen formuliert:

  • Ich will hilfsbereit und rücksichtsvoll sein.
  • Ich will den anderen achten.
  • Ich will zur Freundschaft aller Pfadfinderinnen und Pfadfinder beitragen.
  • Ich will aufrichtig und zuverlässig sein.
  • Ich will kritisch sein und Verantwortung übernehmen.
  • Ich will Schwierigkeiten nicht ausweichen.
  • Ich will die Natur kennen lernen und helfen, sie zu erhalten.
  • Ich will mich beherrschen.
  • Ich will dem Frieden dienen und mich für die Gemeinschaft einsetzen, in der ich lebe.

Pfadfindergesetz in der DPSG

Von der DPSG-Bundesversammlung ist 2005 folgendes Pfadfindergesetz, als Teil der neuformulierten Bundesordnung, beschlossen worden:

Als Pfadfinderin / Als Pfadfinder ...

  • begegne ich allen Menschen mit Respekt und habe alle Pfadfinder und Pfadfinderinnen als Geschwister.
  • gehe ich zuversichtlich und mit wachen Augen durch die Welt.
  • bin ich höflich und helfe da, wo es notwendig ist.
  • mache ich nichts halb und gebe auch in Schwierigkeiten nicht auf.
  • entwickle ich eine eigene Meinung und stehe für diese ein.
  • sage ich, was ich denke, und tue, was ich sage.
  • lebe ich einfach und umweltbewusst.
  • stehe ich zu meiner Herkunft und zu meinem Glauben.

Pfadfindergesetz bei den PPÖ

Folgender Wortlaut gilt als Pfadfindergesetz der PPÖ:

Die Pfadfinderin / Der Pfadfinder...

  • sucht den Weg zu Gott. (Schwerpunkt: Leben aus dem Glauben)
  • ist treu und hilft, wo sie / er kann. (Schwerpunkt: Verantwortungsbewusstes Leben in der Gemeinschaft)
  • achtet alle Menschen und sucht sie zu verstehen. (Schwerpunkt: Weltweite Verbundenheit)
  • überlegt, entscheidet sich und handelt danach. (Schwerpunkt: Kritisches Auseinandersetzen mit sich selbst und der Umwelt)
  • lebt einfach und schützt die Natur. (Schwerpunkt: Einfaches und naturverbundenes Leben)
  • ist fröhlich und unverzagt. (Schwerpunkt: Bereitschaft zum Abenteuer des Lebens)
  • nützt seine / ihre Fähigkeiten. (Schwerpunkt: Schöpferisches Tun)
  • führt ein gesundes Leben. (Schwerpunkt: Körperbewusstsein und Körperliche Leistungsfähigkeit)

Pfadfinderregeln des DPBM

  • Ich bin bereit, in der und für die Gemeinschaft Verantwortung zu übernehmen und Pflichten zu tragen
  • Ich will zuverlässig sein und zu meinem Wort stehen
  • Ich will hilfsbereit sein und für andere eintreten
  • Ich will zur Freundschaft aller Pfadfinder und zum guten Miteinander aller Menschen beitragen
  • Ich will Rücksicht nehmen und verständnisvoll sein
  • Ich trage zum Schutz und zur Erhaltung der Natur bei
  • Ich setze mich kritisch mit mir selbst und mit meiner Umwelt auseinander
  • Ich will zuversichtlich sein
  • Ich bemühe mich, einfach und bewusst zu leben
  • Ich will offen für neue Wegesein

Pfadfindergesetz des DPB

Im Deutschen Pfadfinderbund lauten die Pfadfindergesetze:

  1. Der Pfadfinder ist zverlässig und steht zu seinem Wort.
  2. Der Pfadfinder achtet die, die ihn führen und die er führt. Er erfüllt seine Pflicht gegenüber seiner Familie und seinem Vaterland und bekennt sich zu seinem Glauben.
  3. Der Pfadfinder ist hilfsbereit und einsatzfreudig.
  4. Der Pfadfinder bekennt isch zu der Bruderschaft aller Pfadfinder der Welt. Er achtet alle Menschen ohne Unterschied von Rasse, Nation, Religion und Weltanschauung.
  5. Der Pfadfinder ist höflich und freundlich gegen jedermann.
  6. Der Pfadfinder schont und schützt nach besten Kräften alles Leben.
  7. Der Pfadfinder handelt überlegt und selbstbeherrscht.
  8. Der Pfadfinder ist einsichtsvoll.
  9. Der Pfadfinder ist maßvoll und sparsam.
  10. Der Pfadfinder ist anständig in Wort und Tat.