Pimpf

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Pimpf ist der Ausdruck für neue und hauptsächlich für jüngere (männliche) Gruppenmitglieder. Er ist vor allem in Wandervogel- und bündischen Pfadfindergruppen gebräuchlich und ist etwa Wölfling oder Jungpfadfinder gleichzusetzen. Der Begriff setzte sich Anfang der 1920er Jahre ursprünglich als Neckwort durch und bezeichnete Jungen vor dem Stimmbruch. Der Ausdruck wurde im Nationalsozialismus als Rang in der HJ/Jungvolk (HJ-Pimpf) benutzt, weshalb die meisten Pfadfinderbünde stattdessen die scoutistischen Begriffe Wölfling, Grüppling oder Sippling gebrauchen.

Wortherkunft

Die Bedeutung bzw. Herkunft ist nicht eindeutig. Es sind mehrere unterschiedliche Deutungen möglich, die teilweise sehr ähnlich sind:

  • Der Ausdruck stamme aus dem Rottwelsch (Sprache von Fahrendem Volk, Gaunern und Zigeunern) und bezeichnet den "Knopf", mit dem bei der Laute oder Gitarre eine Saite am Steg befestigt wird. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Praxis im Mädchenwandervogel Solveigh, die in ihren Gruppen die neuen/kleinen Mädchen "Knöpfe" nennen.
  • Der Zwirbel zum Spannen einer Gitarren- oder Lautensaite wurde in der historischen Jugendbewegung ebenfalls Pimpf genannt; sinnbildlich für das kleinste Teil, welches dafür sorgt, dass alles funktioniert/klingt. (Gilt ja auch in der Gruppenwirklichkeit - ein Pimpf ist meist der Kleinste in einer Gruppe, aber ohne Pimpfe kein "wirkliches" Gruppenleben.
  • Pimpf bedeute wie Pimpel (oder auch Pimmel) "kleiner Stopfen" oder "kleiner Stift".
  • Pimpf bedeute "kleiner Furz".
  • Pimpf bedeute wie Piefke ursprünglich "kleine Pfeife", was wohl eine scherzhafte Anspielung auf ein noch nicht entwickeltes Sexualorgan zurückzuführen ist.

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