Rautenlilie

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Beispiele von Rautenlilien verschiedener deutscher Pfadfinderbünde

Die Rautenlilie ist eine Pfadfinderlilie, die vor allem von sekularen Pfadfinderbünden in Deutschland bis heute verwendet wird, die sich in einer gemeinsamen jugendbewegten Tradition sehen.

Der Entwurf der Rautenlilie stammt von Christian Rietschel, und entstand 1926 für den Neudeutschen Pfadfinderbund. Sie ist in der Form an das Schachbrettabzeichen des ersten deutschen Pfadfinderbundes von 1911 angelehnt. Die Lilienform wurde später vom Großdeutschen Pfadfinderbund bzw. der späteren Reichsschaft Deutscher Pfadfinder verwendet. Letztere war die letzte große Bündigung von Pfadfinder- und Wandervogelbünden, um dem Verbot durch die Nationalsozialisten zu entgehen. Nahezu alle interkonfessionellen deutschen Pfadfinderbünde stehen in der Traditionslinie dieser Vorkriegsbünde.

Deshalb hatte man sich bereits 1948 auf der Gründungsversammlung des Bund Deutscher Pfadfinder in Karlsruhe auf die Rautenlilie als gemeinsames Zeichen geeinigt, allerdings ohne Farben von Kluft oder Halstuch festzulegen. Beim ersten internationalen, offiziellen Auftritt des BDP 1951 auf dem 7. Jamboree in Bad Ischl/Österreich erregten er durch schlichte Äußerlichkeiten besonderes Aufsehen. Im März 1952 einigte man sich dann auch offiziell auf Burg Ludwigstein auf das Weglassen des Pfadfinderhutes sowie die Ablehnung von jeglichen Rang- und Leistungsabzeichen.

Liste von Bünden mit Rautenlilie