Royal Rangers

Aus Scout-o-wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Royal Rangers
RR Emblem
Staat:

USA/Deutschland

Anzahl Mitglieder:

20.386(in Deutschland)

Gründung:

1962 (USA)

1981 (Deutschland)

Hauptsitz:
Vorstand:

Peter Lehmann (Bundesleiter)

Manfred Knecht (Bundeswart)

Norbert Heipel (Bundeskassenwart)


Mitgliedschaften:


Die Royal Rangers (RR) sind ein internationaler christlicher Pfadfinderverband mit derzeit rund 400 aktiven Stammposten (Ortsgruppen) und 20.386 Mitgliedern in Deutschland. Sie sind als Mitglied im Bundesjugendwerk des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden KdöR anerkannter Träger der freien Jugendhilfe.

International sind die RR in 90 Staaten vertreten und erreichen etwa 200.000 Kinder und Jugendliche. Der größte nationale Verband befindet sich in den USA mit etwa 5.300 Stammposten und 130.000 Mitgliedern.

Die Royal Rangers sind eine internationale Organisation und sind nicht an die Organisationen der Weltpfadfinderbewegung (WOSM/WAGGGS) angeschlossen.

Pfadfinderarbeit bei den Royal Rangers

Die Arbeit der RR wird von zwei Aspekten geprägt: Zum einen von der Pfadfindermethode und zum anderen vom christlichen Missionsauftrag.

Die Entstehung in den USA prägt die Umsetzung der Pfadfindermethode bei den RR, die sich stark an den Boy Scouts of America orientiert. Von anderen Pfadfindern werden die RR deshalb häufig als scoutistisch eingestuft. Durch das starke Wachstum der RR in Deutschland kam es allerdings in den letzten Jahren zu zahlreichen Kontakten mit anderen Pfadfinderverbänden, die zur Übernahme von verschiedenen aus der deutschen Jugendbewegung stammenden Elementen führten.

Durch die Herkunft aus dem freikirchlichen Bereich durchziehen religiöse Elemente den pfadfinderischen Alltag wesentlich stärker als in anderen konfessionellen Pfadfinderverbänden, wie dem Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder oder der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg, die in den Volkskirchen verwurzelt sind.

Im Gegensatz zu zahlreichen außereuropäischen Verbänden arbeiten die RR im deutschsprachigen Raum koedukativ.

Geschichte

Bundescamp der Royal Rangers 2005

Die erste RR-Gruppe wurde 1962 in Springfield, Missouri (USA), durch Johnnie Barnes in einer Gemeinde der Assemblies of God gegründet. Er wollte damit auf der Grundlage der Pfadfindermethode ein Programm für die Jungenarbeit in der Pfingstbewegung schaffen. Bereits 1966 entstanden die ersten Gruppen außerhalb der USA (Australien und Lateinamerika).

Deutschland

1980 besuchte Johnny Barnes, der Gründer der Royal Rangers (RR) in den USA, Breites Gemeinde in Bremen. Danach wurde dort ein Pilot-Programm der Royal Rangers gestartet. 1981 wurde in Bremen von Richard Breite der erste deutsche Stammposten gegründet. Das erste Nationale Trainingscamp (NTC) in Deutschland wurde im gleichen Jahr auf Schloss Naumburg bei Frankfurt am Main unter Beteiligung von Johnnie Barnes, Fred Deaver und Dr. Jerry Shepert (alle aus den USA) veranstaltet. Richard Breite wurde im selben Jahr zum Bundesleiter ernannt.

Während einer ersten Aufbauphase von etwa fünf Jahren entstanden in ganz Westdeutschland einzelne Gruppen. In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre erlebte der Verband dann einen starken Aufschwung. Der erste Stammposten in Ostdeutschland mit der Nummer 101 wurde 1992 in Leipzig gegründet. 1993 wurde der Stammposten 100 in Berlin gegründet. 1995 wurde auf der RR-Bundesversammlung einstimmig Gerd Ersfeld als neuer Bundesleiter gewählt und bestätigt. 1997 fand das erste Bundescamp in Neufrankenroda in Thüringen mit 3.800 Teilnehmern aus 150 Stammposten statt. Zum Bundescamp 2005 unter dem Motto „Entscheidung“, das wieder in Neufrankenroda stattfand, waren mehr als 10.000 Teilnehmer gekommen. Damit wurde es zum bisher (Stand 2007) größten RR-Lager weltweit.

Zurzeit gibt es in Deutschland rund 400 aktive Stammposten mit einer Gesamtmitgliederzahl von mehr als 20.000 Royal Rangers (Stand: März 2017).

Schweiz

1981 war unter den Teilnehmern des oben genannten NTC auf Schloss Naumburg auch eine Gruppe aus der Schweiz. Zu ihr gehörte unter anderm Hanspeter Neck, dessen dessen Initiative und Leitung im selben Jahr der Verein Royal Rangers Schweiz gegründet wurde. Dies war der „offizielle“ Startschuss für die RR-Arbeit in der Schweiz. Neck wurde im selben Jahr zum Nationalleiter der Schweiz ernannt. Zwischen 1981 und 2005 wuchs die RR-Arbeit und war in der ganzen deutschsprachigen Schweiz und im Tessin verbreitet. Im Jahr 2005 übertrugen die Royal Ranger International die Rechte an dem Royal Rangers Emblem und den Name „Royal Rangers“ an den Verein Youthnet SPM, der die meisten christlichen Kinder- und Jugendarbeiten der Schweiz unter sich hat.

Zurzeit findet man in der Schweiz 36 aktive Stammposten, leider jedoch nur noch im deutschsprachigen Teil (Stand: Juni 2007).

Österreich

Hanspeter Neck kam in den 1980er Jahren in Kontakt mit dem Schwede Sven Bengtsson, der zur damaligen Zeit Pastor der Freien Christengemeinde in Dornbirn war. Bengtsson nahm 1985 an einem NTC in der Schweiz teil. Im selben Jahr gründete er in Dornbirn den erste Stammposten von Österreich. Erst drei Jahre später, 1988, wurde der zweite Stammposten in Bürmoos gegründet.

Bis heute wurden in Österreich insgesamt elf Stammposten gegründet, die eine Gesamtmitgliederzahl von rund 300 Kindern haben (Stand: Juni 2007).

Strukturen

Da die Royal Rangers in einem eigenständigen internationalen Dachverband organisiert sind, ist die Mitgliedschaft des Gesamtverbandes oder eines nationalen Verbandes in der World Organization of the Scout Movement oder der World Association of Girl Guides and Girl Scouts durch deren Satzungen ausgeschlossen. Eine Teilnahme an Veranstaltungen der beiden großen Weltorganisationen wie beispielsweise dem World Scout Jamboree ist deshalb nur auf besondere Einladung möglich.

Verbandsgliederung der Royal Rangers Deutschland

Bedingt durch die bereits erwähnten freikirchlichen Wurzeln sind die Royal Rangers Deutschland zudem kein Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej).

Organisatorisch gliedern sich die RR Deutschland unterhalb der Bundesebene in

  • 5 Distrikte, die wiederum in insgesamt
  • 34 Regionen unterteilt sind.
  • Die Stammposten (Ortsgruppen) bestehen aus den
  • Teams (Kleingruppen), die den Sippen in anderen Pfadfinderverbänden entsprechen. (Selbstdarstellung der Royal Rangers auf der Seite royal-rangers.de)

Verbandsgliederung der Royal Rangers Schweiz

Royal Rangers Schweiz ist der Schweizerische Pfingstmission (SPM) untergeordnet.

Organisatorisch gliedern sich die RR Schweiz in:

  • 3 Distrikte, die wiederum in insgesamt
  • 56 Stamposten unterteilt sind.
  • Die Stammposten (Ortsgruppen) bestehen aus den
  • Teams (Kleingruppen), die den Sippen in anderen Pfadfinderverbänden entsprechen.

Altersstufen der Royal Rangers Deutschland

Im Programm der RR werden vier Alterstufen unterschieden, die in sich nochmals in Teilabschnitte gegliedert sind:<ref> Royal Rangers Deutschland: Der Wachstumspfad – aufgerufen am 4.1.2011</ref>

  • Starter (6 bis 8 Jahre)
  • Kundschafter (9 bis 11 Jahre)
  • Pfadfinder (12 bis 14 Jahre)
  • Pfadranger (15 bis 17 Jahre)

Mitglieder ab 18 Jahre bilden die erwachsene Leiterschaft des Verbandes. Diese wird auf zahlreichen Kursen geschult, die sowohl allgemeine Leitungsfragen wie auch Fachthemen der Pfadfinderarbeit behandeln. Unterstützt wird die erwachsene Leiterschaft von so genannten Juniorleitern, die ab einem Alter von 14 Jahren das Junior-Leiter-Trainings-Camp (JLTC) als Leiterschulung besuchen können. Ab 16 Jahren kann ein Juniorleiter ein eigenes Team leiten.

Altersstufen der Royal Rangers Schweiz

Im Programm der RR werden fünf Alterstufen unterschieden, die in sich nochmals in Teilabschnitte gegliedert sind:<ref> Die Altersstufen auf royalrangers.ch – aufgerufen am 4.1.2011</ref>

  • Vorstarter (5 bis 6 Jahre)
  • Starter (7 bis 8 Jahre)
  • Kundschafter (9 bis 11 Jahre)
  • Pfadfinder (12 bis 14 Jahre)
  • Pfadranger (15 bis 17 Jahre)

Unter Ausbildung findet ihr nähere Informationen zu den RR-Ausbildungs Camps und Trails.


Quellen und Weblinks

<references />

Banner 80x15.png Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Royal Rangers aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.