VCP Gau Mittlerer Neckar: Unterschied zwischen den Versionen

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(Gau Mittlerer Neckar)
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== Gau Mittlerer Neckar ==
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Die christliche Pfadfinderschaft im CVJM Esslingen ist dem Verband christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) unter Wahrung ihrer rechtlichen und organisatorischen Zugehörigkeit zum CVJM als Gau Mittlerer Neckar angegliedert und gehört damit zu den anerkannten Pfadfinderverbänden in Deutschland. Die Arbeit unseres Gaus wird durch verschiedene Gremien ausgeführt.
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Die Grundsätze von 1976 sind Richtlinie für unsere Arbeit im Gau und für die Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Das Bundeslied ist offizielles Lied des Gaus.
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Die Pfadfinderschaft des CVJM Esslingen ist nicht in Sippe und Stamm unterteilt, sondern folgt dem Gruppensystem. Unser Gau betreibt noch die Probenarbeit und das Näherbringen des christlichen Glaubens ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.
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In jedem Jahr finden verschiedene Lager und Gauveranstaltungen, sowie Wochenend- und Sommerfahrten der einzelnen Gruppen statt.
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Für unsere Arbeit stehen uns verschiedene Liegenschaften zur Verfügung, so dass wir sehr viele Möglichkeiten haben unsere Arbeit außerhalb des Gruppenraums zu gestalten.
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== Link zu unserer Homepage ==
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http://pfadfinder.cvjm-esslingen.de
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== Geschichte der Esslinger Pfadfinder  ==
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'''1911-1937 Unter dem Pfadfinderkreuz'''
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Im Jahre 1851 wurde in London Robert Stephenson Baden-Powell geboren. Er gilt als der Begründer der Weltpfadfinderbewegung. Baden-Powell nahm als englischer Offizier 1899-1900 am Burenkrieg teil, und dort, bei der Belagerung der Stadt Mafeking, setzte er zum erstmals Knaben für Späherdienste ein. Die jungen Leute haben sich dabei trefflich bewährt. Sie müssen Baden-Powell auf den Gedanken gebracht haben, eine friedliche Späher-Bewegung, die Boy-Scouts, zu gründen. Seine erste Pfadfindergruppe hat er im CVJM Birkenhead bei Liverpool ins Leben gerufen. 1907 fand das erste Pfadfinderlager in England statt.
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Es dauerte nicht lange bis auch diesseits des Ärmelkanals derselbe Funke zündete. Der Stuttgarter Bankdirektor und Vorstand des Paulusvereins Johannes Knehr wurde durch einen Prospekt einer Hamburger Zeltausstellung auf die Idee gebracht, eine Art durchzuführen. So kam es zur Gründung der ´Christlichen Pfadfinderschaft´ (CP).
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Wohl nur kurze Zeit später gründete Karl Flaig die erste Esslinger CP. Zu dieser Zeit hatte die CP noch militärischen Charakter und war auch so organisiert. Johannes Knehr trug den Titel ´Pfadfindergeneral´ und gehörte zum 4. Regiment.
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1913 fand in Esslingen der erste Pfadfindertag statt, unter der Beteiligung von nicht weniger als 1100 Pfadfindern aus Esslingen und Stuttgart. Der Gottesdienst in der Frauenkirche und eine Kundgebung auf dem Marktplatz brachten der Bevölkerung Wesen und Ziele des Pfadfindertums näher.
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1914 wird ein Antrag für die Umbenennung auf eine ´zivile´ Bezeichnung der Pfadfinder anstatt der Bezeichnungen wie ´Kompanie, Battaillon, Regiment,...´ gestellt, der aber leider abgelehnt wird.
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Der Krieg von 1914-1918 hat diese Änderung dann zustande gebracht, aber er hat auch alles zerstört, was innerhalb der Pfadfunderbewegung in wenigen Jahren mit viel Idealismus aufgebaut worden war.
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1921 wurde die Padfinderarbeit nach dem Krieg wieder ganz langsam aufgenommen. Die alten militärischen Bezeichnungen wurden abgeschafft und durch Sippe, Stamm, Gau und Bund ersetzt. Wesentlich bei der Neubelebung der Pfadfinderbewegung war die Besinnung auf ihren Namen ´Christliche Pfadfinderschaft´, die untermauert wurde durch die in Neudietendorf ausgearbeiteten Grundsätze. Auch bei der vielfältigen praktischen Arbeit stand immer die Bibel im Mittelpunkt.
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1924-1928 wuchs die CP durch regelmäßige Landestreffen, sonntägliche Pfadfinderrast, Wochenend-, Truppen-, Gau- und Bundeslagern mehr und mehr.
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1928 wird Eugen Klein (gen. EKlein) neuer Stammesführer und organisiert den Stamm grundlegend neu.
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1929 wird die alte Pfadfinderkluft, bestehend aus alten Uniformen mit Breeches-Hosen, Koppel und Skimütze, abgeschafft und die uns heute traditionell bekannte Pfadfinderkluft mit Fahrtenhemd und Halstuch (kurze Hose) eingeführt.
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In den folgenden Jahren beginnt in Deutschland die Arbeitslosigkeit, die von Jahr zu Jahr zunimmt und viele Familien in große Not stürzt. Hier sah der Esslinger Pfadfinderstamm eine Aufgabe und ein Betätigungsfeld, vor allem durch Geldsammelaktionen, von deren Erlös Lebensmittel für die bedürftigen Familien gekauft wurde.
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1932 hat die Pfadfinderarbeit in Esslingen mit 155 Pfadfindern ihren Höhepunkt erreicht. Jedoch ziehen die ersten Schatten auf. Einige Pfadfinder sind zum Jungvolk übergetreten oder haben ihren Austritt erklärt. Lager wurden gestört, und die Störungen wurden begleitet durch die versteckte Drohung: "Über kurz oder lang müßt ihr ja doch!"
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1933 wird die gesamte evangelische Jugendarbeit dem von der Partei eingesetzten ´Reichsbischof´ unterstellt, der von den sogenannten ´Deutschen Christen´ gegen die ´Bekennende Kirche´unterstützt wird. Trotz häufiger Störungen geht die Arbeit weiter. Eine machtvolle Kundgebung von 1200 Mädchen und jungen Männern vor dem evangelischen Gemeindehaus am Blarerplatz wird für lange Zeit die letzte öffentliche Kundgebung der evangelischen Jugend in Esslingen sein.
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1934 werden durch den sogenannten Reichsjugendvertrag sämtliche evangelische Jugendorganisationen in die HJ eingegliedert. Dies bedeutet zugleich das Verbot der gesamten Jugendarbeit mit Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren. Hinzu kommt das Verbot für alle Verbände, eigene Uniformen tragen zu dürfen. Der Kirchenkampf nimmt scharfe Formen an und auch die Esslinger Pfadfinder erleben dies. Um einen Gottesdienst mit dem damaligen Prälant Schlatter feiern zu können, der von den ´Deutschen Christen´ gestört werden will, besetzen die Pfadfinder eine Nacht lang die Stadtkirche und bewachen sie gegen die Störenfriede. Am anderen Morgen bildet der gesamte Pfadfinder-Stamm an allen Portalen Gassen für die Kirchgänger.
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1937 wird die CP offiziell aufgelöst, auch wenn die Arbeit in der Stille illegal weitergeht. Durch den Krieg werden jedoch auch die letzten Pfadfinder weggeholt und die Pfadfinderarbeit kommt zum Erliegen.
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'''1946-1966 Unter dem CVJM-Pfadfinderschild'''
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1946-48 finden wieder erste Zusammentreffen und Lager nach dem Krieg statt und es folgt 1949 die Gründung des ´Ringes der deutschen Pfadfinderbünde, bestehend aus BDP, CP und DPSG.
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1952 wird die ´CVJM-Pfadfinderschaft Stamm Esslingen´ gegründet. Eugen Hahn (gen. EKlein) wird Stammesführer. Es entstehen vier Gruppen: Die Staufer, Trutzgesellen, Königstiger und die Wikinger.
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1953 findet das erste Sommerlager am Bodensee bei Birnau/Maurach statt, sowie einige erste Gruppenfahrten.
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Zum Jahresende 1956 hat der Stamm inzwischen eine Stärke von 300 Jungen.
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Im Januar 1957 wird mit einer Versprechensfeier in der Georgskirche, bei der 24 Kreuzpfadfinder ihr Versprechen ablegen, einem Fackelzug durch die Stadt, einem Festgottesdienst in der Stadtkirche, einer Ausstellung im Lutherbau,... das Jubiläum ´45 Jahre Pfadfinder im CVJM Esslingen´ gefeiert.
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1958 ist zum ersten Mal ein Späherlager auf Burg Juval (Südtirol)
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1959 wird Alfred Burger neuer Stammesführer und löst nach neunjähriger Arbeit Eugen Hahn in seinem Amt ab.
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1962 feiern die Pfadfinder ihr 50-jähriges Bestehen im CVJM Esslingen mit einem besonderen Festabend im evangelischen Gemeindehaus.
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Im September bauen die Padfinder ein Schaulager auf der Schurwaldhöhe anläßlich der Einweihung der ´CVJM-Gaststätte Schurwaldhöhe´ auf.
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1963 findet das Pingstlager (Pfila) auf dem neuen Platz auf dem Kornberg bei Gruibingen statt und ist seitdem (mit kleinen Unterbrechungen und Umzügen) jedes Jahr dort.
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Neuer Stammesführer wird Gerhard Schlatter.
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1965 ist zum letzten Mal das Späherlager auf der Burg Juval.
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1966 übernimmt Siegfried Schwarz (gen. Siwitt) das Amt des Gauführers.
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'''1967-heute Unter Lilie und Kleeblatt'''
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1967 wird die Probenarbeit nach dem blauen Probenbuch der CP als Grundlage eingeführt.
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1969 beginnt der Bau der Pfadfinder-Blockhütte auf der Schurwaldhöhe.
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Der Führerkreis beschließt, daß die Proben- und Ständearbeit und das alte Versprechen (der CVJM-Pfadfinderschaft) weiterhin als Grundlage für die Pfadfinderarbeit dienen soll.
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1970 wird die Blockhütte mit einem Schaulager auf dem Sportplatz eingeweiht.
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1971 findet das erste Pfila des Gaues auf dem Kornberg mit Jungen UND Mädchen (ca. 50) statt.
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1972 entsteht ein erster Entwurf einer Gauordnung und der Führerkreis wird in Gaurat umbenannt.
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Es gründen sich die ersten Mädchengruppen im Gau (Passat, Taifun)
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1973 kommt es zum bundesweiten Zusammenschluß der evangelischen Pfadfinderverbände CPD, EMP und BCP zum VCP. Die Esslinger Pfadfinder erhalten damit eine neue Bezeichnung: VCP im CVJM Esslingen, Gau Mittlerer Neckar.
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1975 verabschiedet man die neue Probenordnung und das gelbe Probenbuch dient nun als Grundlage der Pfadfinderarbeit des Gaues Mittlerer Neckar.
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1976 werden die bisher 12 Grundsätze überarbeitet und es entstehen 7 Grundsätze mit dem wesentlichen Inhalt der bisherigen.
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Das Bodenseelager feiert in diesem Jahr 25-jähriges Bestehen.
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1978 besteht der Gau Mittlerer Neckar aus 4 Mädchen- und 11 Jungengruppen mit insgesamt ca. 320 Pfadfinder/innen.
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1979 wird der neue ´Lutherbau´ (CVJM Haus) eingeweiht.
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1980 findet zum ersten Mal eine ´Waldputzete´, mit dem Ziel den Wald von sogenanntem Wohlstandsmüll zu reinigen, auf dem Schurwald statt.
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Auf dem Bola wird erstmalig und mit großem Erfolg ein ´Hajk´ durchgeführt, der seither im Rhythmus von 2 Jahren durchgeführt wird.
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1981 ist das 30-jährige Bolajubiläum mit einem festlichen Wochenende am Bodensee.
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1982 wird die revidierte Gauordnung verabschiedet und bestätigt. Zudem tritt das neue gelbe Probenbuch in Kraft.
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1985 wird das Stufenmodell eingeführt. D.h. die Pfadfinder/innen des Gaues werden in 3 Gruppen je nach Gruppenalter eingeteilt, da die zahlenmäßige Vergrößerung des Gaues eine ausreichende Mitarbeiterbetreuung nicht mehr zuläßt.
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Carlo Meyer übernimmt nach fast 20 Jahren das Amt des Gauführers von Siegfried Schwarz.
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Die Gaustärke beträgt in diesem Jahr rund 500 Pfadfinder/innen in 27 Gruppen bzw. Sippen.
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1986 feiern die Esslinger CVJM-Pfadfinder ihr 75-jähriges Jubiläum. U.a. mit einem Schaulager auf der Esslinger Burg.
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1993 wird das Probenbuch neu überarbeitet.
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1994 wird Christoph Pohl zum neuen Gauführer gewählt.
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1996 kauft der CVJM Esslingen den Zeltplatz Birnau-Maurach am Bodensee.
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1997 feiert der CVJM Esslingen sein 125-jähriges Bestehen.
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1999 kauft der CVJM Esslingen den Zeltplatz auf dem Kornberg.
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Pfila 2007 Tillmann Seiffer übernimmt das Amt des Gauführers von Christoph Pohl.
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Version vom 15. Mai 2009, 19:59 Uhr

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