Bundeszentrum Westernohe

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Das Bundeszentrum der DPSG liegt am Rande des Dorfes Westernohe bzw. Rennerod im Dreiländereck Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen auf 590 Metern Höhe. Der Platz ist mit einer Fläche von ca. 28 ha das größte Zeltplatzgelände in Deutschland und bietet auf den beiden Plätzen "Altenberg" und "Kirschbaum" ca. 6.000 Gästen Platz. Seit 1956 ist ein Teil des Geländes Eigentum der DPSG (ein anderer Teil gepachtet) und wurde seitdem kontinuierlich ausgebaut.

Zusätzlich zum Zeltplatz ist in 4 Gäste- und Tagungshäusern (zwei davon barrierefrei) mit insgesamt über 100 Betten Raum für Leitungsklausuren, WBKs und sonstige Veranstaltungen.

Auf dem ansonsten ziemlich abgelegenen Zeltplatz gibt es einen Sinnespfad, eine Kapelle, ein Stein-Labyrinth, ein Fußballfeld, ein Basketballplatz, eine Sporthalle, einen Riesenkicker und einen Kinderspielplatz.

Matsch und Regen gehören einfach dazu
Westernohe ist berühmt für das Wetter - vor allem für den Regen. Viele Pfadfinder erleben bei jedem Aufenthalt mindestens einen Regenguss, selbst im wärmsten und trockensten Sommer.

Die Zeltplätze

Der Altenberg

Der Zeltplatz ist benannt nach dem Gründungsort, der Abtei Altenberg (Bergisches Land) und liegt in der Flur "Gallpüsch" auf dem "alten Berg". Der Altenberg-Zeltplatz ist Eigentum der DPSG, aber flächenmäßig der kleinere Zeltplatz des Bundeszentrums.

Er ist unterteilt in 17 kleinere und größere Flächen, die unabhängig voneinander gebucht werden können. Die meisten Plätze sind von Bäumen und Sträuchern umgeben und ermöglichen so - auch bei voller Belegung - ein fast ungestörtes Lagerleben.

In Süd-Nord Richtung verläuft der Altenberg am Hang des Gallpüsch. Der Höhenunterschied zwischen Haupteingang und Übergang zum Kirschbaum beträgt rund 50 Meter.

Auf dem Platz finden sich verteilt 3 Waschhäuser. Eines "nur" mit Waschbecken und WC - mit kaltem Wasser. Das zweite mit Waschgelegenheit innen und außen, sowie WCs - Sonnenkollektoren bieten hier warmes Wasser. Und das dritte bietet Duschen und WCs - natürlich mit warmen Wasser.

Ziemlich zentral liegt eine große Mehrzweckhalle, die nicht nur für sportliche Aktivitäten genutzt werden kann (und u.a. eine Kletterwand besitzt), sondern sich auch für Konferenzen anbietet. Sportgeräte sind teilweise vorhanden.

Pfadfinder in der Arena
Über dem Platz "thront" die Arena am Gallpüsch. Sie ist einem Amphitheater nachempfunden und fasst bis zu 4.000 Menschen (wenn ein paar Kinder dabei sind).

Fast zentral liegt die Kapelle "St. Georg", die, ständig geöffnet, für alle liturgischen Feiern, besinnliche Stunden, nur mal zum Abschalten - oder sogar zu Hochzeiten einlädt. Direkt daneben findet sich eine Kompaßrose, die alle Bundesdeutschen Diözesen anzeigt. Gegenüber der Kapelle lädt ein Stein(sitz)kreis ein, ebensolche Feiern auch unter freiem Himmel zu veranstalten.

Nahe am Haupteingang mit dem Lagertor liegt das sogenannte "Café 511". Zugegeben ist der Name etwas übertrieben, handelt es sich doch um einen Kiosk, der neben Süßwaren vor allem Getränke verkauft. Am Abend entspricht das "Café 511" eher einem Biergarten. Die Verkäufer - ehrenamtliche Helfer - achten sehr genau auf das Alter der Käufer, damit kein Jugendlicher Alkohol bekommt. Der Name stammt der Legende nach vom Schlüssel für den Kiosk bzw. von der Nummer des Hakens vom Schlüsselbrett, an dem der Schlüssel hing/hängt.

Der Kirschbaum

Der Zeltplatz Kirschbaum
Der Kirschbaum ist nicht - wie vielleicht gedacht - nach einem Baum benannt, sondern ähnlich wie der Altenberg nach der Gemarkung (siehe Gemarkung (Wikipedia-Artikel)). Er ist der etwas größere Platz, der sich in 13 seperat zu mietenden Einheiten unterteilt. Leider ist der Kirschbaum nicht so stark mit Bäumen bewachsen, was zwar eine gute Übersicht gewährleistet, aber nicht unbedingt ein ungestörtes Zeltlager.

Es steht ein Sanitärhaus zur Verfügung, das Waschmöglichkeiten und Toiletten bietet. Zudem gibt es eine Open-Air Waschmöglichkeit am anderen Ende des Platzes.

In der Mitte des Platzes ist der sogenannte Musentempel - eine überdachte kleine Bühne - vorhanden.

Der Weg zwischen den Plätzen

Für Fremde mag es seltsam erscheinen, dass der Weg zwischen dem Kirschbaum und dem Altenberg hier besonders erwähnt wird. Aber für DPSGler (gerade der älteren Generation) hat diese Strecke von ca. 1 km eine besondere Bedeutung.

In der Mitte, an einer Waldwegkreuzung, unternahmen Pfingsten 1995 insgesamt 650 Pfadinder einen Tauziehwettbewerb. Das Seil riss nach kurzer Zeit und die beiden Seile schlugen mit enormer Wucht zurück und peitschten in die beiden Gruppen. Zwei Wölflinge (jeweils 10 Jahre alt) starben an ihren Verletzungen, davon einer noch vor Ort. Über 100 Teilnehmer erlitten - zum Teil schwere - Verletzungen.

Seither ist an dieser Wegkreuzung ein Kreuz und eine kleine Erinnerungsstätte angebracht. Fast jeder, der zu Besuch in Westernohe ist, hält hier kurz inne und lässt sich berühren von den Kerzen und den Blumen - selbst wenn die meisten heutigen Besucher damals gar nicht dabei waren. Bei Großereignissen, bei denen die DPSG als Verband selbst im Bundeszentrum untergebracht ist, wird noch heute in jedem Gottesdienst der beiden Wölflingen gedacht.

Die Häuser auf dem Altenberg

Hans-Fischer-Haus

Das HFH bietet 42 Betten und wurde vor kurzem renoviert. Es gibt 2-, 3- und 4-Bett-Zimmer. Zudem stehen fünf Arbeitrräume zur Verfügung.

Haus unterm Kissel

Gegenüber steht das HUK. Hier finden 18 Personen Platz. Es ist etwas spartanischer eingerichtet und kann auch Selbstversorgerhaus genutzt werden.

Trupphaus

Das Trupphaus thront über den Altenberg und ist für 28 Personen ausgerichtet. Ein Kaminzimmer ermöglicht Lagerfeueratmosphäre auch bei schlechtem Wetter und ein Balkon bietet einen wunderschönen Ausblick.

Jagdhütte

Kurz vor dem Wald steht noch die hölzerne Jagdhütte für 12 Personen. Romantisch gelegen und ziemlich abseits bietet sie viel Ruhe und Entspannung.

Großveranstaltungen in Westernohe

Pfingsttreffen der DPSG

Traditionelles Konzert am Samstag des Pfingswochenendes
Traditionell findet dort über das verlängerte Pfingstwochenende ein großes Lager - ein Treffen vieler DPSG-Stämme und Gruppen aus ganz Deutschland statt. So finden sich meist zwischen 3.000 und 4.000 Pfadfinder ein, in besonderen Jahren (s.u.: 75 Jahre DPSG) auch mal über 6.000.

Passend zum Pfingstlager veröffentlicht die DPSG eine Pressemeldung, eine Liste befindet sich unter Westernohe:Pressemeldungen.

Bundesleiterkongress up2date

Im Jahr 2003 fand der Perspektiventwicklungsprozess "update" seinen Höhepunkt im Bundesleiterkongress "up2date" über das erste Mai-Wochenende in Westernohe. Über 3.500 Leiter und Funktionsträger trafen sich hier um die Zukunft der DPSG - sprich über die Ordnung - zu beraten. In einem großen Zirkuszelt fanden die Beratungen und Abstimmungen im Plenum statt.

75 Jahre DPSG

Im Jahr 2004 stand das Pfingsttreffen der DPSG ganz im Zeichen des Jubiläums "75 Jahre DPSG". In diesem Jahr was das Bundeszentrum komplett ausgebucht und viele Gruppen konnten so nur als Tagesgäste teilnehmen.

Bundesroverlager izuro

Logo des Bundeslagers der Roverstufe
Im Jahre 2000 fand in Westernohe das letzte Bundeslager der Roverstufe statt. Unschlagbare 7.000 Rover drängten sich auf den Zeltplätzen. Der Titel und das dazu umgeschriebene Lied war angelehnt an den Italo-Pop-Schlager "Azuro".

Jungpfadfinder Bundeslager 2006

Logo des Bundeslagers der Jungpfadfinderstufe
Unter dem Motto "Passwort:blau" hielt die Jungpfadfinderstufe ihr Bundeslager im Jahr 2006 in Westernohe ab.

Sommer in Westernohe

Jeden Sommer sind viele Gruppen mit ihren Zeltlagern in Westernohe zu Besuch. Unter dem Motto "Sommer in Westernohe" können Gruppen dort die Sommerferien mit ihrem Stamm, Bezirk oder Diözese verbringen. Ein eigenes Programmangebot vom Bundeszentrum gibt es allerdings nicht.

Yeti-Camp

Über Silvester zelten kann man im Yeti-Camp. Hartgesottene Urgesteine der Pfadfinderei treffen sich über den Jahreswechsel um im Bundeszentrum zu zelten. Der Anfang geht auf eine Idee eines Stammes zurück, inzwischen ist es eine offene Veranstaltung, an der jeder teilnehmen kann.

Campstaff

Bei Großveranstaltungen sind Pfadfinder aufgerufen, das Hauptberuflichen-Team von Westernohe zu unterstützen. Diese Campstaffs übernehmen viele Aufgaben und sind gerne bei jeglichen Problemen behilflich. Zu erkennen sind sie am gelben Halstuch (oft mit Westernohe-Aufnäher). Grundsätzlich nehmen sie das Hausrecht wahr.

Zu ihren Aufgaben zählen:

  • Hilfe bei An- und Abreise
  • Hilfestellung bei Fragen
  • Platzaufsicht
  • Vertretung des Eigentümers bzw. Pächters (also der DPSG)
  • Unterstützung bei Problemen
  • Ansprechpartner für alle Fragen zu Westernohe
  • Müllentsorgung
  • Ausgabe von Brenn- und Bauholz
  • Vorbereitung und Nacharbeiten bei Großveranstaltungen (z.B. Platzsäuberung)

Bei manchen Aufgaben, wie z.B. das Kontrollieren der Mülltrennung, geraten Campstaffs immer wieder in die Kritik von Teilnehmern. Das liegt an der häufig unterschiedlichen Auslegung der Regeln. Daher sollte jeder, der Campstaff werden will, eine gewisse Autorität und auch Coolness mitbringen.

Campstaff kann grundsätzlich jeder DPSGler (oder Pfadfinder einen anderes WOSM Verbandes) werden. Da die Campstaffs auch inhaltliche Arbeit machen, sollte allerdings eine pfadfinderische Ausbildung gegeben sein.

Das Campstaff Lager ist auf dem Altenberg gegenüber der Mehrzweckhalle und neben dem dortigem Waschhaus, erkennbar am Bauwagen.

Weitere Informationen zum Thema Campstaff gibt es unter http://www.campstaff.de oder im Bundeszentrum unter 02664/5070.

Anfahrt und Lage

Anfahrtsskizze nach Westernohe
Über die A3 bei Limburg/Lahn auf die B49 und gleich auf die B54 bzw. über die A45 und die B 255 nach Rennerod. In Rennerod ist das Bundeszentrum ausgeschildert. Aber auch der Ort Westernohe ist angeschrieben.

Google-Earth Koordinaten: 50°35'53.19N und 8°06'55.73O - Dies ist die (oben beschriebene) Wegkreuzung und die Mitte zwischen den beiden Plätzen. Nordöstlich davon ist der Kirschbaum und Südwestlich der Altenberg

Weblinks