Deutsche Freischar

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Die Freischarlilie

Die Deutsche Freischar – Bund der Wandervögel und Pfadfinder (DF) ist ein deutscher Jugendbund. Entstanden aus der Vereinigung von zahlreichen kleineren Wandervogel- und Pfadfinderbünden, war sie neben dem Deutschen Pfadfinderbund (1911–1933) und der Reichsschaft Deutscher Pfadfinder einer der größten und bedeutendsten Bünde der Bündischen Jugend in der Weimarer Republik.

Aus dem Wunsch der starken Zersplitterung der Bünde der Jugendbewegung entgegenzuwirken, entstand sie 1926 als bündisches Phänomen aus einem Zusammenschluss einiger Pfadfinder- und Wandervögelbünde als der Bund der Wandervögel und Pfadfinder (BdWuP, seltener BdWuPf), der sich 1927 zu Deutsche Freischar umbenannte. Dem Bundesführer Ernst Buske gelang es, die Deutsche Freischar politisch ausgewogen und innerlich weitgehend konfliktfrei zu halten. Sie erlitt nach dem überraschenden Tod des Bundesführers Ernst Buske am 27. Februar 1930 eine größere Splitterungserscheinung, als sich nach einigen Diskrepanzen zum und auf dem Bundeslager 1930 in Ludwigswinkel die dj.1.11, das öjk, die Deutsche Jungentrucht. und das Graue Corps abspalteten, die wiederum den Fuldabund bildeteten.

Am 29. März 1933 schloss sie sich mit dem "Deutschen Pfadfinderbund", der "Freischar junger Nation", den "Geusen" und der Mehrzahl der kleineren Bünde zum "Großdeutschen Bund" unter der Führung von Admiral von Trotha zusammen, um der immer absoluter werdenden Hitlerjugend entgegenzutreten. Das gelang nicht; der Reichsjugendführer Baldur v. Schirach löste den Bund am 17. Juni 1933 gewaltsam auf. Alle darin zusammengeschlossenen Bünde wurden in die Hitlerjugend überführt. Die bei Stürmungen und Plünderungen durch die SA und SS wie auch durch die Hitlerjugend erbeuteten Wimpel und Fahnen wurden in Siegesfeiern demonstrativ verbrannt.

Die Deutsche Freischar wurde direkt nach dem Krieg 1945 wieder gegründet und existiert heute noch, hat aber nur einige Hundert Mitglieder. Ihr Erkennungszeichen ist die Freischarlilie.

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